Digitalisierung bei Sutor Bank – Bedeutung, Treiber, Impact

Die folgenden Fragen und Antworten sind im Rahmen der Vorbereitung für ein Roundtable-Gespräch für die Zeitschrift die Bank entstanden. Der Artikel zum tatsächlichen Roundtable erscheint voraussichtlich in der Oktober-Ausgabe.

Was versteht Sutor Bank unter Digitalisierung und was bedeutet sie konkret für das Haus?

Digitalisierung bedeutet für uns zuallererst eine kundenorientierte Einstellung: Wir wollen unsere Kundenbeziehungen so gestalten, wie sie die Digital Natives, die in nicht allzu ferner Zukunft die Mehrheit der Kunden bilden werden, erwarten – ohne allerdings unsere bestehenden Kunden ohne digitale Sozialisierung, für die wir als traditionelle Privatbank in größerer Zahl arbeiten dürfen, vor den Kopf zu stoßen.

Organisatorisch bedeutet Digitalisierung, dass wir jeden neuen und bestehenden Prozess auf seine Digitalisierungsfähigkeit überprüfen. Das ist an dieser Stelle nicht technisch gemeint. Wir wissen, dass ein voll durchdigitalisierter Prozess theoretisch vollautomatisch und in Echtzeit ablaufen kann. Organisatorische Digitalisierung heißt in diesem Kontext, dass wir die Prozesse vor dem Hintergrund der existierenden Regulierung so gestalten, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung maximal genutzt werden können; das gilt z. B. für Kundenlegitimierungsprozesse genauso wie für die Beschaffung von Wertpapieren.

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Aus der Praxis: Erfolgreiche Kooperationen von Banken und Fintechs – worauf es ankommt

Vorbemerkung: Dieser Artikel ist für das Fintech-Dossier von Hamburger Startups entstanden und dort zuerst erschienen.

Ein Beitrag über Kooperationen von Banken und Fintechs sollte mit der zentralen Frage beginnen: Warum arbeiten Fintechs mit Banken überhaupt zusammen, wenn sie ihnen doch angeblich Konkurrenz machen sollen? Die erste und einfache Antwort lautet: Weil sie es in den allermeisten Fällen müssen, wollen sie nicht selbst eine Banklizenz beantragen –  was für eine Neugründung, die nicht vom Start weg mit mehreren Millionen Euro finanziert ist, kaum möglich ist.

Fintechs sind zu Kooperationen mit Banken gezwungen, weil in ihren Geschäftsmodellen regelmäßig Elemente auftauchen, für die eine Banklizenz notwendig ist: der Betrieb von Konten und Depots, die Durchführung von Zahlungen, der An- und Verkauf von Wertpapieren, die Vergabe von Krediten, die Verwaltung von Geldern etc. Um Fintech- Startups genau diese Geschäftsmodell-Elemente zur Verfügung zu stellen, haben wir die Startup-Plattform entwickelt. Die Startup-Plattform ist ein Bundle aus IT-Systemen, Schnittstellen, Prozessen und Services, mit denen Fintechs in einer partnerschaftlichen Kooperation ihre Geschäftsmodelle umsetzen können.

Die ersten Gespräche mit Fintech-Startups haben wir bereits geführt, als der Begriff Fintech gerade begann, in den engsten Vordenkerkreisen zu kursieren. Seitdem sind  einige hundert Gespräche mit Gründern oder Gründungswilligen geführt worden. Daraus sind bislang drei enge Kooperationen – unter anderem mit den Vorzeige-Fintechs Zinspilot/Deposit Solutions und Fairr.de – entstanden. Weitere Startups nutzen Sutors API-Konten für ihre integrierten Zahlungsprozesse. Fünf weitere Kooperationen werden aller Voraussicht in diesem Jahr an den Start gehen.

Sutors kooperativer Ansatz sieht vor, dass Startups keine Vorabinvestitionen für die notwendigen technischen, organisatorischen und regulativen Entwicklungen auf Bankenseite leisten müssen. Wenn wir kooperieren, dann auf der Basis eines gemeinsamen Geschäftsmodells, das sich für beide Seiten erst im Erfolgsfall auszahlt, etwa über ein Revenue-Sharing. In der Praxis bedeutet dies, dass Sutor Aufwände in gut sechsstelliger Höhe in eine Partnerschaft investiert. Deshalb wollen wir, hier ähnlich wie ein VC denkend, in Startups investieren, die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu den Gewinnern gehören. Genauso sorgfältig, wie wir unsere Partner aussuchen, sollten Fintechs umgekehrt ihre notwendigen Bankenpartner aussuchen.

In den folgenden Abschnitten beschreiben wir, welche (gelernten) Kriterien wir bei der Identifizierung von Kooperations-geeigneten Fintechs anlegen, und umgekehrt, auf was Startups bei der Auswahl ihrer Bankenpartner achten sollten.

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Vier Gedanken zu Fintech und Brexit

Was bedeutet der Brexit für Fintechs und Fintech im Allgemeinen? (Immerbrexit_113305240_S_300 unter der Voraussetzung, dass der Brexit mit allen Konsequenzen vollzogen wird, UK nicht mehr Teil des  EU-Binnenmarktes ist und die Regulierungen auseinanderlaufen werden).

  1. Der Brexit ist für Fintech-Europa ein herber Rückschlag: Der Markt für EU- und UK-Fintechs, den sie mit einer einheitlichen Regulierung bedienen können, wird viel kleiner (EU) bzw. sehr viel kleiner (UK) – der Skalierungs-Startnachteil gegenüber Fintechs, die in großen, einheitlich regulierten Märkten wachsen, vor allem USA und China, vergrößert sich.
  2. London als Fintech-Standort mit geschäftsfreundlicher Regulierung, von dem aus EU-Europa erobert werden kann, gibt es nicht mehr – einen Standort mit der gleichen Kombination von Startup-, Investitions- und Finanz-Kultur gibt es in EU-Europa nicht. Andere EU-Standorte werden profitieren, aber es wird nicht DEN London-Ersatz geben (auch Frankfurt oder Berlin können diese Rolle nicht übernehmen).
  3. Deutsche und andere EU-Fintechs, die bisher mit UK-Banken zusammengearbeitet haben, benötigen einen neuen EU-Bankenpartner, um innerhalb der EU passporten zu können. UK-Fintechs, deren natürliche Bankenpartner bislang UK-Banken sind, müssen sich ebenfalls EU-Banken als Partner suchen, um in Kontinentaleuropa aktiv zu werden. Wer in beiden Märkten aktiv sein möchte, benötigt zwei Bankenpartner (oder Banken, die in der EU und in Großbritannien voll regulierte Niederlassungen unterhalten). Auf jeden Fall wird das Fintech-Geschäft über alle Bereiche hinweg komplizierter, komplexer und vor allen Dingen teurer.
  4. Die USA werden für die EU-Fintechs im Vergleich mit Großbritannien der langfristig interessantere Markt. Wenn für UK nicht mehr die einheitliche europäische Regulierung gilt, kann man mit ähnlichem Aufwand gleich den Schritt über den großen Teich in den viel größeren US-Markt wagen (falls das betreffende Fintech nicht das Copy Cat eines US-Geschäftsmodells ist). Für UK-Startups gilt dies umgekehrt noch stärker, weil sie sprachlich-kulturell ohnehin US-näher sind.

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Sutor Bank to provide banking-as-a-service solution to fintech companies and digital businesses

Sutor Bank announces to enhance its offer for digital businesses such as fintech startups, marketplaces and platform companies with new banking APIs. With immediate effect, partner firms can now access Sutor Bank’s core banking system as well as its investment management software. This enables firms to offer a full range of banking processes to their own customers, including investing, lending and payments.

Via the new APIs, e-business companies such as marketplaces now have the opportunity to manage their payment processes in an automated and regulation-compliant manner.

The API offer makes Sutor Bank the first traditional bank to allow partner firms unrestricted access to its banking system.

Sutor Bank becomes “One Stop Shop” for digital businesses

Announcing the move, Sutor Bank’s owner and managing director Robert Freitag said: “With the Sutor start-up platform, Sutor Bank already gives fintech companies a head start by providing them with its technical, administrative and customer-specific know-how. With the new APIs Sutor Bank is becoming a one stop shop for all digital businesses.”

“In the future, firms will receive all banking services from Sutor Bank as their single source, allowing them to provide these services to their own customers.”

Sutor Bank is co-operating with the software provider PASS to enhance its API infrastructure. PASS delivers the API for the core banking system. The API for the investment platform was developed by Sutor Bank itself. This allows companies to integrate their mobile and web-based applications with Sutor Bank’s IT systems and use all of its banking processes. Several of the Bank’s current partners are already working with the new APIs. These include payment service providers, marketplaces, insurers and other fintech companies.

Individual solutions based on APIs

As well as offering white-label banking services, Sutor Bank also works with fintech firms on developing joint business models. “Our experience shows that APIs are not sufficient for co-operations since they solely represent the technical side of things,” said Robert Freitag. “In most cases we have to design a process to meet our clients‘ requirements as well as the regulatory once – even if it’s only a simple payment process at the first glance.”

“Sustainable business models have to comply with regulatory rules — today and in the future. Our experience shows that many business models fail not because of technical issues, but because of regulatory ones.”

Sutor startup platform: A track-record of successful startup co-operations

The Sutor startup platform has already helped several fintech companies with very diverse business models to enter the market successfully. Among them are fairr.de and Deposit Solutions, two of the most successful finance startups in Germany.

“Startups can focus entirely on the development of their business models, while Sutor takes care of all banking-specific processes,” explains Robert Freitag.

In addition, co-operating with a traditional private bank that meets the exacting rules of different regulatory bodies, firms are able to build trust among their customers and investors.

About Sutor Bank.

Sutor Bank is an owner-managed, independent private bank which was founded in 1921. It caters to both B2C and B2B businesses.

The B2C business originally consisted solely of a traditional wealth management department, which received awards for outstanding performance by n-tv and Focus Money seven years in a row, as well as a foundation management unit serving some of the oldest foundations in Germany.

The B2B business has been working for financial sales organizations since 1989. For these companies Sutor Bank provides product development, product administration, depot management and other banking services.

Since 2013 Sutor Bank has been working on the digitization of its business areas and is now pursuing a comprehensive fintech strategy: The bank has enhanced its B2C business with digital investment offerings and created the banking platform on the B2B side of things.

Sutor’s banking platform provides all the products, services and IT systems digital companies need from a licensed bank to start and run their own business models. All IT systems are equipped with APIs to facilitate an easy and quick access.

Currently, Sutor Bank is supporting digital companies from the areas of investing & saving, P2P lending, payment and neo banking. Among the partner firms are Zinspilot/ Deposit Solutions and fairr.de, two of Germany’s most successful fintech startups.

 

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Fintech des Jahres – Fairr.de gewinnt Publikumspreis, Gini überzeugt Jury

Ein mit 300 Fintechies überfüllter Raum und die #-Spitze bei den Twitter-Trends: Die Preisverleihung zum „Fintech des Jahres“ war so hip, wie die gesamte Branche “boomig”. Letztes war noch die Hamburger Sutor Bank der Gastgeber für die Preisfeierlichkeiten. Diesmal fand die Zeremonie im Rahmen des monatlich stattfindenden Fintech-Treffs „Between the Towers“, der sich zum zentralen Networking-Hub in Deutschland gemausert hat. Im nächsten Jahr müssen sich Preisorganisator André Bajorat und Veranstalter Main Incubator dann wieder nach neuen Räumen umschauen, um weiteren Fintech-Akteuren und -Beobachtern die Teilnahme zu ermöglichen.

Verleihung_fintech_des_jahres

Dr. Alexander Kihm, Co-Founder und CTO von Fairr.de, erhält von André Bajorat den Publikumspreis zum “Fintech des Jahres”

 

Altersvorsorge und intelligente Spracherkennung in Echtzeit waren die Gewinner-Themen der Fintechs des Jahres. Den Publikumspreis gewann sehr eindeutig das Berliner Startup Fairr.de, das mit den eigentlich „langweiligen“ Produkten Riester- und Rürup-Sparplänen die Altersvorsorge-Branche umkrempelt. „Wir haben unsere Kunden, Freunde und Partner auch sehr genervt, dass sie für uns abstimmen“, gab CTO und Co-Founder Dr. Alexander Kihm zu, der das Publikum nach der Preisübergabe mit einem überaus unterhaltsamen Pitch belustigte.

Den Jury-Preis gewann das Technologie-Startup Gini, das Banken eine echtzeitfähige, sprachverstehende Software bietet. Über Gini-Schnittstellen können Bankkunden Rechnungen abfotografieren, ins Bankportal hochladen und nach entsprechender Autorisierung automatisch begleichen lassen. Ausgezeichnet wurde das Münchener Startup nicht nur für seine technische Innovation, sondern vor allem auch für sein erfolgreiches Geschäftsmodell, das es nach einem „eindrucksvollen Pivot“ (Jury-Erklärung) verfolgt. Gestartet als B2C-Company, positioniert sich Gini jetzt als B2B-Partner von Banken und steckt bereits im Angebot einer ganzen Reihe der wichtigsten Institute. Den zweiten Platz belegte das Zinsportal Weltsparen, das unter anderem ausgezeichnet wurde, weil es ein originär eigenes Geschäftsmodell ohne kopierenden Blick in die USA entwickelt hat. Number26 platzierte sich durch seinen herausragenden Kundenerfolg auf dem Jury-Platz drei.

Auch wenn die Preisverleihung von Hamburg nach Frankfurt gewandert ist und kein Hamburger Startup unter den prämierten war, hatte das Fintech-Gipfeltreffen reichlich hanseatische Elemente: Organisator André Bajorat sitzt mit seinem Banking-API-Startup Figo in Hamburg, der Publikumspreisgewinner Fairr.de bietet seine Produkte in Zusammenarbeit mit der Sutor Bank an und in der Jury saßen unter anderen die Hamburger Fintech-Experten Ramin Nibkin, Head of Exec I/O, eine der wichtigsten Fintech-Konferenzen in Europa, und Sebastian Diemer, Ex-CEO des 2015er-Fintech-des-Jahres Kreditech.

 

Fazit: „Machen wir wieder“, so André Bajorat. Eine positivere Bilanz kann man nicht ziehen.

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Robo Advice – ein Fintech-Geschäftsmodell auf dem Siegeszug?

In der Ende 2015 erschienenen zweiten Auflage des Aufsatzbandes “Finanzdienstleister der nächsten Generation” ist ein größerer Beitrag von mir zum Thema Robo-Advising erschienen. Die Einleitung ist hier nachzulesen, den gesamte Text kann man hier herunterladen:Robo Advice – ein Fintech-Geschäftsmodell auf dem Siegeszug?. Das komplette Buch gibt es im gut sortierten Buchhandel und Online.

Robo Advice – Eine Annäherung

Robo Advisors sind Finanzdienstleister der nächsten Generation par excellence. Sie haben den Anspruch, Vermögensberater und -verwalter aus Fleisch und Blut zu ersetzen. Ihr grundsätzliches, individuell variiertes Kundenversprechen: durch die intelligente Automatisierung von Beratungsprozessen  Anlagestrategien für jedermann umsetzbar machen, die bisher nur Reichen bis Superreichen offenstanden; zu Kosten und ab Anlagesummen, die weit unter denen von Privatbanken oder Vermögensverwaltern liegen. Dabei greift der Begriff Robo Advice im Sinne von automatisierter Beratung eigentlich zu kurz: Zum Standardmodell des Robo-Advice-Startups gehört nicht nur die Beratung, sondern auch der Anlageprozess, der je nach technischer Reife ebenfalls mehr oder weniger automatisiert ist.

In Deutschland startete der erste Robo Advisor Yavalu in 2012. Bereits 2013 wurde Yavalu, der zunächst ein reiner Berater war, an FinanceScout 24 verkauft. 2013 starteten die Sutor Bank und Quirin Bank (Quirion) Robo-Advice-Angebote, 2014 folgten Vaamo, Easyfolio und Cashboard. Inzwischen ist der Markt unübersichtlich geworden und neue Robo Advisors poppen im Wochentakt hoch. Für alle diese Angebote gilt: Keines konnte den Erfolg der  Vorbilder aus den USA, wo das Robo Advising „erfunden“ wurde, nur annähernd wiederholen; weder gemessen am verwalteten Vermögen (Asset under Management = AuM) noch am  eingesammelten Risikokapital.

Weltweit gesehen befindet sich der Robo-Advice-Markt in einer widersprüchlichen Situation: Vor allem in den USA und in Großbritannien gelingt es den Fintech-Startups, viele Anleger zu überzeugen. Von den 14 Milliarden Dollar, die Robo Advisors Ende 2014 verwaltet haben, sind 87 Prozent in der Obhut von US-Startups. Die erfolgreichsten von ihnen, vor allem die US-Vorreiter Betterment und Wealthfront, haben die Milliarde AuM überschritten. Noch erfolgreicher sind sie beim Einsammeln von Wagniskapital: Betterment und Wealthfront sind jeweils mit über Hundert Millionen Euro finanziert und auf dem besten Wege, Unicorns mit Bewertungen jenseits der Milliarden zu werden. Ihr UK-Pendant Nutmeg ist inzwischen auch mit über 30 Millionen Euro finanziert.

In nicht-angelsächsischen Ländern sind die Robo-Advice-Startups weit weniger erfolgreich. Ihr verwaltetes Vermögen wächst langsamer und Investoren in Deutschland sind sehr viel zurückhaltender. Nur zwei oder drei Robo Advisors verwalten bereits Vermögen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich (offizielle Zahlen gibt es hier wenige). Für Neugründungen ist die Suche nach Startkapital schwierig. Einige Wagniskapital-Geber investieren, obwohl grundsätzlich auf Fintech konzentriert, gar nicht mehr in Online-Beratungsgeschäftsmodelle.

Die niedrigen Wachstumsraten speziell der deutschen Robo Advisors sind zu einem großen Teil der speziellen deutschen Mentalität geschuldet, bei der Geldanlage möglichst ein (vermeintliches) Nullrisiko einzugehen und sich von Aktien generell ganz fernzuhalten. Hier müssen Startups also doppelte Überzeugungsarbeit leisten: für die Kapitalmarkt-Anlage im Allgemeinen und automatisierte Web-Anlageberatung im Besonderen.

Die Zurückhaltung der Investoren ist nicht nur mit der mangelnden „Traction“ zu begründen. Verantwortlich dafür sind vor allem drei Geschäftsmodell-Gründe:

-        Robo Advisors nach den heute vorherrschenden Geschäftsmodellen sind sehr einfach zu kopieren. In den USA sind mit Schwab und Vanguard bereits zwei Anlage-Riesen mit Hunderten von Milliarden Anlagevermögen in den Robo-Advice-Markt eingestiegen und machen den „Original-Startups“ mit teils kostenlosen Angeboten zu schaffen.

-        Vom Erfolg der US-Vorreiter Wealthfront und Betterment inspiriert, erfreuen sich Online-Berater bei Gründern wesentlich größerer Beliebtheit als bei den potenziellen Kunden. In Deutschland sind je nach Kategorisierung und Zählung 10 bis 12 mit ähnlichen Robo-Advice-Geschäftsmodellen unterwegs. Ein Investor berichtete kürzlich, dass er in einem halben Jahr 40 weitere Pitchdecks auf dem Schreibtisch gehabt habe. Der einstmals blaue Robo-Advice-Ozean ist inzwischen ein roter geworden, in dem Fintechs nicht nur etablierte Banken jagen, sondern auch untereinander in einem Markt konkurrieren, der trotz allem noch eine Nische ist.

-        Wealthfront und Betterment bieten ihre Services für eine AuM-Fee von unter 0,3 Prozent an. Die deutschen Robo-Advice-Angebote liegen zwischen 0,3 und unter ein Prozent (Fußnote:  Schweizer  Studie). Langfristig werden sich die Gebühren für den Kunden zumindest für Basisdienstleistungen gegen Null bewegen. Für Robo Advisors bedeutet dies, sie benötigen mehre hundert Milliarden Euro oder Dollar an AuM, um ein langfristig rentables Unternehmen aufzubauen.  Bei einer Verwaltungsgebühr von 0,25 Prozent AuM benötigen Robo Advisors 400 Milliarden AuM, um nur die Milliarden-Umsatz-Grenze zu knacken (zum Vergleich: Das führende Fintech im Bereich Peer-to-Peer-Kredite Lending Club hat allein im 1. Quartal 2015 einen Umsatz von 81 Milliarden Dollar erzielt).

-        Das wird nur wenigen Startups gelingen; und zwar nur denen, die mit entsprechendem Kapital ausgestattet sind, um einen aggressiven Wachstumskurs zu fahren, oder denen, die bereits einen Zugang zu Kundengruppen haben. Deshalb entstehen gerade in Deutschland zurzeit einige Robo Advisors in den Umgebungen Family Offices, Vermögensverwalter und Banken. Für Investoren auf der Jagd nach Unicorns bedeutet dies, dass nicht klar ist, ob sich überhaupt unabhängige Robo Advisors durchsetzen. Zumindest in Deutschland gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Banken oder andere traditionelle Finanzdienstleister mit gefüllten Kassen und einfachem Kundenzugang die Oberhand behalten (wenn sie sich denn dazu entschließen können, mit einfachen, kostengünstigen und transparenten Angeboten sich selbst zu kannibalisieren).

Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Robo-Advice-Angebote eine der Anlageformen der Zukunft sind. In einigen Ländern in der näheren, in anderen in der ferneren Zukunft. Trotzdem ist das noch junge Geschäftsmodell schon unter Druck. Die Frage, die jetzt zu beantworten ist, lautet, wohin entwickelt sich das Robo Advising unter diesem Druck?

Robo Advisors sind Finanzdienstleister der nächsten Generation par excellence. Sie haben den Anspruch, Vermögensberater und -verwalter aus Fleisch und Blut zu ersetzen. Ihr grundsätzliches, individuell variiertes Kundenversprechen: durch die intelligente Automatisierung von Beratungsprozessen  Anlagestrategien für jedermann umsetzbar machen, die bisher nur Reichen bis Superreichen offenstanden; zu Kosten und ab Anlagesummen, die weit unter denen von Privatbanken oder Vermögensverwaltern liegen. Dabei greift der Begriff Robo Advice im Sinne von automatisierter Beratung eigentlich zu kurz: Zum Standardmodell des Robo-Advice-Startups gehört nicht nur die Beratung, sondern auch der Anlageprozess, der je nach technischer Reife ebenfalls mehr oder weniger automatisiert ist.

In Deutschland startete der erste Robo Advisor Yavalu in 2012. Bereits 2013 wurde Yavalu, der zunächst ein reiner Berater war, an FinanceScout 24 verkauft. 2013 starteten die Sutor Bank und Quirin Bank (Quirion) Robo-Advice-Angebote, 2014 folgten Vaamo, Easyfolio und Cashboard. Inzwischen ist der Markt unübersichtlich geworden und neue Robo Advisors poppen im Wochentakt hoch. Für alle diese Angebote gilt: Keines konnte den Erfolg der  Vorbilder aus den USA, wo das Robo Advising „erfunden“ wurde, nur annähernd wiederholen; weder gemessen am verwalteten Vermögen (Asset under Management = AuM) noch am  eingesammelten Risikokapital.

Weltweit gesehen befindet sich der Robo-Advice-Markt in einer widersprüchlichen Situation: Vor allem in den USA und in Großbritannien gelingt es den Fintech-Startups, viele Anleger zu überzeugen. Von den 14 Milliarden Dollar, die Robo Advisors Ende 2014 verwaltet haben, sind 87 Prozent in der Obhut von US-Startups. Die erfolgreichsten von ihnen, vor allem die US-Vorreiter Betterment und Wealthfront, haben die Milliarde AuM überschritten. Noch erfolgreicher sind sie beim Einsammeln von Wagniskapital: Betterment und Wealthfront sind jeweils mit über Hundert Millionen Euro finanziert und auf dem besten Wege, Unicorns mit Bewertungen jenseits der Milliarden zu werden. Ihr UK-Pendant Nutmeg ist inzwischen auch mit über 30 Millionen Euro finanziert.

In nicht-angelsächsischen Ländern sind die Robo-Advice-Startups weit weniger erfolgreich. Ihr verwaltetes Vermögen wächst langsamer und Investoren in Deutschland sind sehr viel zurückhaltender. Nur zwei oder drei Robo Advisors verwalten bereits Vermögen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich (offizielle Zahlen gibt es hier wenige). Für Neugründungen ist die Suche nach Startkapital schwierig. Einige Wagniskapital-Geber investieren, obwohl grundsätzlich auf Fintech konzentriert, gar nicht mehr in Online-Beratungsgeschäftsmodelle.

Die niedrigen Wachstumsraten speziell der deutschen Robo Advisors sind zu einem großen Teil der speziellen deutschen Mentalität geschuldet, bei der Geldanlage möglichst ein (vermeintliches) Nullrisiko einzugehen und sich von Aktien generell ganz fernzuhalten. Hier müssen Startups also doppelte Überzeugungsarbeit leisten: für die Kapitalmarkt-Anlage im Allgemeinen und automatisierte Web-Anlageberatung im Besonderen.

Die Zurückhaltung der Investoren ist nicht nur mit der mangelnden „Traction“ zu begründen. Verantwortlich dafür sind vor allem drei Geschäftsmodell-Gründe:

-        Robo Advisors nach den heute vorherrschenden Geschäftsmodellen sind sehr einfach zu kopieren. In den USA sind mit Schwab und Vanguard bereits zwei Anlage-Riesen mit Hunderten von Milliarden Anlagevermögen in den Robo-Advice-Markt eingestiegen und machen den „Original-Startups“ mit teils kostenlosen Angeboten zu schaffen.

-        Vom Erfolg der US-Vorreiter Wealthfront und Betterment inspiriert, erfreuen sich Online-Berater bei Gründern wesentlich größerer Beliebtheit als bei den potenziellen Kunden. In Deutschland sind je nach Kategorisierung und Zählung 10 bis 12 mit ähnlichen Robo-Advice-Geschäftsmodellen unterwegs. Ein Investor berichtete kürzlich, dass er in einem halben Jahr 40 weitere Pitchdecks auf dem Schreibtisch gehabt habe. Der einstmals blaue Robo-Advice-Ozean ist inzwischen ein roter geworden, in dem Fintechs nicht nur etablierte Banken jagen, sondern auch untereinander in einem Markt konkurrieren, der trotz allem noch eine Nische ist.

-        Wealthfront und Betterment bieten ihre Services für eine AuM-Fee von unter 0,3 Prozent an. Die deutschen Robo-Advice-Angebote liegen zwischen 0,3 und unter ein Prozent (Fußnote:  Schweizer  Studie). Langfristig werden sich die Gebühren für den Kunden zumindest für Basisdienstleistungen gegen Null bewegen. Für Robo Advisors bedeutet dies, sie benötigen mehre hundert Milliarden Euro oder Dollar an AuM, um ein langfristig rentables Unternehmen aufzubauen.  Bei einer Verwaltungsgebühr von 0,25 Prozent AuM benötigen Robo Advisors 400 Milliarden AuM, um nur die Milliarden-Umsatz-Grenze zu knacken (zum Vergleich: Das führende Fintech im Bereich Peer-to-Peer-Kredite Lending Club hat allein im 1. Quartal 2015 einen Umsatz von 81 Milliarden Dollar erzielt).

-        Das wird nur wenigen Startups gelingen; und zwar nur denen, die mit entsprechendem Kapital ausgestattet sind, um einen aggressiven Wachstumskurs zu fahren, oder denen, die bereits einen Zugang zu Kundengruppen haben. Deshalb entstehen gerade in Deutschland zurzeit einige Robo Advisors in den Umgebungen Family Offices, Vermögensverwalter und Banken. Für Investoren auf der Jagd nach Unicorns bedeutet dies, dass nicht klar ist, ob sich überhaupt unabhängige Robo Advisors durchsetzen. Zumindest in Deutschland gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Banken oder andere traditionelle Finanzdienstleister mit gefüllten Kassen und einfachem Kundenzugang die Oberhand behalten (wenn sie sich denn dazu entschließen können, mit einfachen, kostengünstigen und transparenten Angeboten sich selbst zu kannibalisieren).

Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Robo-Advice-Angebote eine der Anlageformen der Zukunft sind. In einigen Ländern in der näheren, in anderen in der ferneren Zukunft. Trotzdem ist das noch junge Geschäftsmodell schon unter Druck. Die Frage, die jetzt zu beantworten ist, lautet, wohin entwickelt sich das Robo Advising unter diesem Druck?

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Über die unsinnige Fragen, ob sich Banken oder Fintechs durchsetzen

1. Die Frage, ob sich Banken oder Fintechs im Markt durchsetzen werden, ist die falsche Frage. Banken als lizenzierte Institutionen sind nicht verdrängbar (was nicht für die Banken als einzelne Unternehmen gilt). Deshalb ist die Frage eher: Werden die Banken von heute die Banken von morgen sein und wie sehen diese aus? Oder anders: Welche Fintechs werden Banken und welche Banken werden partiell zu Fintechs (oft wird diese Frage übrigens aus einer verengten Perspektive auf Retail-Fintechs gestellt)?

2. Finance ist eher ein reguliertes, sich gerade veränderndes Ecosystem als ein freier Markt. Banken haben in diesem System eine Doppelfunktion als Ressource und Akteure. Ihre Ressource heißt „Regulierungsschirm“. Viele Fintechs benötigen diese Ressource, um zu gedeihen.

3. Die Beziehung zwischen Banken und Fintech-Startups ist hybrid kooperativ-konkurrierend.

4. Fintechs stoßen in Ecosystem-Nischen, die Banken nicht erreichen:

  • Sie erschließen Geschäftspotenziale, die regulierten Banken nicht oder nur schwer zugänglich sind.
  • Sie übernehmen Risiken oder „bieten“ Risiken (und damit Renditen), die Banken aufgrund ihrer gesamtwirtschaftlichen Funktion nicht übernehmen sollen (Too Bank to fail …)
  • Sie nutzen Technologien, die Banken aufgrund ihrer Legacy-IT nicht zur Verfügung stehen.
  • Sie nutzen Geschwindigkeitsvorteile in der Umsetzung von Innovationen und der Entwicklung von Produkten, die Banken aufgrund regulativer und konzerninterner Bremsen nicht erreichen können.

5. Fintechs sind für Banken Konkurrenten, Partner, Teil, Kunden und Dienstleister.

6. Manchmal und wahrscheinlich immer öfter sind Fintechs Banken.

7. Die Ankunft der Fintechs im Ecosystem Finance verlangt von den Banken, dass sie sich anpassen, um die durch sie beschleunigte Evolution in der Industrie zu überleben und ihr Bank-Sein nicht an neue Finance-Spezies zu verlieren. Fintechs sind (Über-) Träger der evolutionären Treiber in der Finanzindustrie:

  • Kapital, das VC über Fintechs in die Branche pumpen
  • Exponentielle technologische Entwicklung: Digitalisierung, Blockchain, Machin Learning etc.
  • Verändertes Kundenverhalten: Mobility, Einfachheit, Design etc. (das ist die Spielwiese der Retail-Fintechs)

8. Entscheidend ist nicht, ob Banken mit Fintechs kooperieren oder nicht, sondern, ob sie sich genügend schnell ändern können, um der beschleunigten Evolution der Industrie folgen zu können. Kooperation mit Fintechs ist eine Möglichkeit, das Tempo mitgehen zu können.

9. Als Ressourcen im Finanz-Ecosystem können die Altbanken Sub-Ecosysteme durch Plattformstrategien etablieren und damit langfristig ihre Existenz sichern.

  • Als Business-Plattformen nach dem Uber- und Airbnb-Modell bündeln sie als „Banking-Layer“ Fintech- und eigene Angebote, um ihren Kunden innovative und traditionelle Finanzprodukte als im Kundensinne regulierte Banken integriert anzubieten (Rebundling Banking).
  • Als Technologie-Plattformen agieren Banken wie die großen Software-Unternehmen Oracle, Salesforce, SAP oder auch Apple mit App-Store, die ihre Systeme über Schnittstellen anbieten, damit Partnerunternehmen dafür „Mehrwert-Anwendungen“ entwickeln. Die Bank-as-Service bietet Fintechs in diesem Sinne eine vollregulierte Technologie-Plattform für ihre Geschäftsmodell- und Produkt-Entwicklung an.

10. “Incumbent institutions will employ parallel strategies; aggressively competing with new entrants while also leveraging legacy assets to provide those same new entrants with infrastructure and access to services.” [World Economic Forum: The Future of Financial Services – How disruptive innovations are reshaping the way financial services are structured, provisioned and consumed]

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Fintech-Herbsttour: Konferenzen, Vorträge und Podiumsdiskussionen zum Stand der Dinge

Die Fintech-Herbstsaison hat spätestens mit der Handelsblatt-Konferenz am 2. und 3. September begonnen.  Dort durfte ich mit Dr. Alexander Kihm von fairr.de in der Future Banking Lounge die Sutor Startup-Plattform und die Kooperation zwischen Fairr.de und Sutor Bank vorstellen. In dieser Woche geht die Tournee bis in den November hinein weiter mit diesen Veranstaltungen:

Finovate, New York, 16./17. September. Teilnehmer: Die älteste und größte Fintech-Show gastiert im Herbst regelmäßig im Herzen der US-Hochfinanz (allerdings in Midtown, nicht in Downtown). Mal schauen, ob es Disruptiv-Innovatives bei den 72 7-Minunten-Shows zu sehen gibt. Die letzten Ausgaben waren eher Technologie-Anbieter-Präsentationen als Startup-Pitches.

Finance 2.0|Crypto: Cryptocurrencies & Blockchain – The Start of a Revolution? Zürich, 23. September. Leider keine Teilnehmer. Der älteste Schweizer-Fintech-Konferenz widmet sich diesmal dem Thema Bitcoin bzw. Blockchain und den sich abzeichnenden Umwälzungen für die Finanzwirtschaft, die diese Technologien auslösen werden. Ich wäre gerne dabei, aber zeitgleich findet in Hamburger Startups@Reeperbahn statt, sponsored by Sutor Bank.

FintechForum DACH InvestTech, London, 25. September, Teilnehmer: Das FintechForum DACH ist mit dem Spezialthema Investment-Tech nach London gezogen. In der Canary Wharf pitchen überwiegend Startups aus Deutschland vor hoffentlich zahlreichen UK-Investoren.

Banking & Fintech-Konferenz Wealth Management 2020, Berlin, 1. Oktober. Teilnehmer. Auf der Einladung der Berlin School of Digital Business treffen sich Startups und Banken, um über die Zukunft von Vermögensberatung, Vermögensverwaltung und Asset Management mit Design-Thinking-Methoden nachzudenken und zu diskutieren; ein Vortrags-Workshop-Mix.

FinMeetsTech, Frankfurt, 6. Oktober. Moderation Paneldiskussion. Hier treffen Fintech-Gründer auf Experten und Investoren, die bei der Entwicklung und beim Schärfen von Geschäftsmodellen unterstützen. Ich moderieren die Paneldiskussion mit dem Thema „FINTECH 205 – Nachhaltiger Trend oder doch eine Blase?“

DVAF Fintech Forum, Frankfurt, 27. Oktober. Impulsvortrag zum Thema Payment, Moderation des Payment-Tracks. Das Fintech Forum hat zum Ziel, Investment-Professionals auf den Stand der Fintech-Dinge zu bringen. In den Tracks zu Payment, Lending und Investing treten Startups zum Beauty-Contest an.

Finanzdienstleister der nächsten Generation, Hamburg, 11.  November. Referent: Vortrag zu Banken-Fintech-Kooperationen gemeinsam mit FinReach. Sutor-Bank-Geschäftsleiter Robert Freitag nimmt als Banken-Vertreter an der abschließenden Podiumsdiskussion teil.  Der deutsche Klassiker unter den deutschen Fintech-Konferenzen, sie findet seit 2013 jeweils in Frankfurt und Hamburg statt, bietet ein Vortrags-Line-Up mit Bänkern, Gründern und Dienstleistern. FintechForum DACH, Frankfurt, 19. November. Beteiligung klärt sich noch.  Die kleine, aber feine Veranstaltung, auch ein Klassiker im Fintech-Kalender, ist ein reiner Pitch- und Panel-Event. Es geht „pure“ um Fintech-Startups und Investitionen.

Euro Finance Tech, 19. November, Frankfurt. Teilnahme noch in der Klärung.  Die neue Fintech-Veranstaltung findet innerhalb der etablierten Euro Finance Week statt. Der Anspruch: “Europe’s meeting point for fintechs, banks, investors and regulators.” Wahrscheinlich gibt es noch einige etabliertere Fintech-Treffpunkte, aber wir sind gespannt.

Rethinking Banking, 26./27. November, Frankfurt,  Referent: Banken und Fintechs  – Co-opetition statt Konfrontation,  Vortrag zu Banken-Startup-Kooperationen. Wie sieht die Bank der Zukunft aus. Eine Hybrid-Konferenz mit Vorträgen und aktiven Workshops. Ich halte einen Vortrag zu Banken-Fintech-Kooperationen.

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Kreditech Is Fintech Startup of the Year –– Fintech Summit in Hamburg

During the award ceremony „Fintech Startup of the Year 2014“
for the winner Kreditech  a06622750 true fintech summit took place at the Hamburg Sutor Bank. The expert jury, journalists and sponsors met to discuss the latest developments in the fintech area.

The competition “Fintech Startup of the Year 2014” was initiated by the industry blog  http://paymentandbanking.com, that is published by fintech founder and expert André M. Bajorat.  The election of the winner took place in December 2014 in two phases: by public election and a consecutive expert jury decision. (www.fintech-des-jahres.de).

Fintech Startup of the Year 2014

The expert jury and Sebastian Diemer, the CEO of Kreditech, fintech startup of the year 2014

The winner of the public election was the mobile payment startup Cashcloud. Whereas the expert jury designated Kreditech as the overall winner out of the public’s top ten list. The company issues loans based on a proprietary scoring using big data methods. The jury was impressed by Kreditech’s international strategy, its data driven technology and its success amid international investors.

Voices and Quotes on the Fintech Startup of the Year

Robert Freitag, owner and managing director of the Sutor Bank, explained why Sutor Bank took over the hosting of the award ceremony: „Fintech startups are potential partners for us. We like to work together with startups because we see great opportunities in these cooperations. Therefore, we launched the Sutor Startup Platform. This platform provides new entrants with the technology and the services that only a fully regulated bank can offer. And this is why we promote initiatives to propel the change in the finance industry whenever we are able and it seems worthwhile.”

André M. Bajorat, managing director of the banking API provider Figo, explained his motivation in his introductory statement to initiate the competition: „The visibility of the German fintech community as a whole is not strong enough. With the competition „Fintech of the Year“ I wanted to kick off an action that gives the community a common stage. I am very happy that a lot of important fintech players are meeting here at the award ceremony for the first time.“

Sebastian Diemer, CEO of the winner Kreditech, thanked for the award and explained his vision: „We asked ourselves early, why big companies like Paypal, Google, Facebook etc. have been evolving in the US only and not in Europe or specially in Germany. We have the vision to build a data driven company that will be able to play in the world league  – the award shows that we are on a good a way.“

Jochen Siegert, CEO of the fintech company builder Finleap, depicted the opportunities for next-finance-focused company builders: “In the finance industry there are many inefficiencies within the value chain as well as not satisfied customer needs. These can be eliminated or satisfied by startups. With the new companies that Finleap is founding, we are concentrated on exactly these issues.

Chris Berger, CEO of Bee One, the innovation lab of Austrian Erster Bank Group, introduced the banking app George that was recently launched with a huge success in his home country: „The whole development process of the app George, an autopilot for modern banking, showed, that also banks are able to develop innovations when they use agile methods – even though this is not easy within a big bank.“

 

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Kreditech ist Fintech-Startup des Jahres 2014 – Fintech-Gipfeltreffen in Hamburg

Zur Preisverleihung „Fintech Startup des Jahres 2014“ 
an das Big-Data-06622750UnternehmenKreditech fand jetzt ein „Fintech-Gipfeltreffen“ in der Hamburger Sutor Bank statt.  In der Hansestadt trafen sich die Experten-Jury, Medienvertreter und Sponsoren, um durch einige Impulsvorträge befruchtet, über den Stand der Fintech-Dinge zu diskutieren.

Initiiert vom Branchenblog http://paymentandbanking.com des Fintech-Gründers André M. Bajorat, fand im Dezember 2014 die Wahl zum Fintech Startup des Jahres statt. Nach einer Publikums- und Expertenabstimmung gewann Kreditech den Gesamttitel Fintech Startup des Jahres.

Sieger der Publikumsauswahl war das Mobile-Payment-Unternehmen Cashcloud. Aus den Top-Ten der Publikumswahl bestimmte die Experten-Jury Kreditech als Gesamtsieger. Das Unternehmen vergibt Kredite auf der Basis eines selbst entwickelten Big-Data-Verfahrens, mit dem die Kreditwürdigkeit von Kunden bestimmt wird. Kreditech beeindruckte die Jury unter anderem wegen ihres internationalen Ansatzes, der datenbasierten Technologie und dem Erfolg bei internationalen Investoren.

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Die Experten-Jury, die das “Fintech Startup des Jahres” gewählt hat und der Gewinne Kreditech, vertreten durch CEO Sebastian Diemer

Stimmen zur Preisverleihung Fintech Startup des Jahres

André M. Bajorat, Geschäftsführer des Banken-API-Anbieters Figo, erläuterte in seinem Eingangsstatement, welche Motivation hinter der Organisation der Wahl stand: „Die deutsche Fintech-Szene wird als Ganzes noch zu wenig wahrgenommen. Mit der Wahl des Fintech Startups des Jahres wollte ich eine Aktion anstoßen, die der ‚Community’ ein gemeinsames Aktionsfeld bietet. Besonders freue ich mich, dass sich zur Preisverleihung viele Akteure zum ersten Mal persönlich getroffen haben, die sonst nur voneinander lesen oder hören.“

Sebastian Diemer, Geschäftsführer des Siegers Kreditech, bedankte sich bei der Jury für den Preis und erläuterte seine Vision: „Wir haben uns früh gefragt, warum entstehen große Unternehmen wie Paypal, Google, Facebook etc. immer nur in den USA? Wir haben die Vision, mit Kreditech ein technologiegetriebenes Unternehmen aufzubauen, das in der Weltliga mitspielen kann. Die jüngste Entwicklung – und dazu gehört auch die Auszeichnung zum Fintech Startup des Jahres – zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Jochen Siegert, Gründungsgeschäftsführer des Fintech-Company-Builders Finleap, zeigte die Chancen auf, die sich im Next-Finance-Kontext mit einem Company Builder erschließen lassen: „In der Finanzbranche gibt es an vielen Stellen Ineffizienzen und unbefriedigte Kundenbedürfnisse, die sich mit Startups beseitigen bzw. befriedigen lassen. Mit den neuen Unternehmen, die Finleap gründet, konzentrieren wir uns genau auf diese Themen.“

Chris Berger, Geschäftsführer der BeeOne, dem digitalen Innovationslab der Erste Bank-Gruppe, stellte in Hamburg mit George (http://www.mygeorged.at) das neue Onlinebanking der Ersten Bank vor, das kürzlich in Österreich mit großem Erfolg eingeführt wurde: „Der ganze Entwicklungsprozess von George, dem persönlichen Autopilot für das moderne Banking, zeigt, dass auch Banken mit agilen Methoden Innovationen entwickeln können – auch wenn das in einem großen Konzern nicht einfach ist.“

Robert Freitag, geschäftsführender Gesellschafter der Sutor Bank, erläuterte, warum die Sutor Bank als Gastgeber der Preisverleihung die Wahl zum Fintech Startup des Jahres unterstützt: „Fintech Startups sind für uns potenzielle Partner, mit denen wir auf der Basis unserer Startup-Plattform gerne kooperieren. Deshalb fördern wir, wo immer wir können und es sinnvoll ist, Initiativen, die den Wandel im Finanzbereich vorantreiben.“

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