Fintech auf der South by Southwest – Banking in digitalen Kontexten

aIMG_2521Am 10. März öffnen sich im texanischen Austin wieder in der ganzen Stadt unzählige Tore und Türen zu Konferenzräumen und Konzertsälen, um die South by Southwest (SXSW), das weltweite Happening der digital-kreativen Klasse, zu zelebrieren. Das Vortrags- und Event-Programm der SXSW, das sich auf die Teilkonferenzen Interactive, Film und Music verteilt, zieht jährlich über 30.000 Besucher und die prominentesten digitalen Vordenker, Filmemacher und Musiker als Redner oder Acts an – darunter z. B. im letzten Jahr Barack und Michelle Obama.

Auch wir als Sutor Bank sind mit unserem Fintech-Part auf der SXSW präsent, unterstützen als Sponsor beim Hamburg Startups den traditionell starken Auftritt der hanseatischen Digital- und Kreativwirtschaft und beteiligen uns am Gemeinschaftsstand der deutschen Wirtschaft.

Stellt sich die Frage, uns und allen anderen Fintech-Interessierten: Was bietet die SXSW zu „unserem“ Thema und welche Relevanz hat Fintech auf einer generellen Digitalkonferenz? Warum lohnt sich die Reise nach Austin?

Niemand fährt zur SXSW, um speziell Neues, Innovatives und Aufregendes zum Thema Fintech im engeren Sinne zu erfahren. Dafür gibt es auf internationaler Ebene Konferenzen wie die Money2020 in Kopenhagen und Las Vegas oder die Finovate mit ihren Stationen in London, in New York und im Silicon Valley. Bei der SXSW geht es – neben dem überragend wichtigen Netzwerken natürlich – darum, herauszufinden, „wo“ und „wie“ Fintech in den nächsten Jahren stattfindet.

Fintech als dezidiertes Thema auf der SXSW

Als relevantes, aber nicht beherrschendes Thema ist Fintech in den letzten zwei Jahren auch auf der SXSW angekommen.  Gab es zuvor im Hauptprogramm keine dezidierten Sessions und nur im nicht offiziellen Begleitprogramm einige Veranstaltungen, bietet Austin jetzt einiges Fintech-Spezifisches:

Einer der zehn Tracks des bekannten SXSW-Startup-Wettbewerbs Accelerator Pitch widmet sich Neugründungen aus der Finanzbranche. Fünf Startups, eines aus UK und vier aus den USA, pitchen vor einer Jury, Experten, Journalisten und vor allem vor zahlreichen Investoren um die Wette. Die Geschäftsmodelle der SXSW-Fintechs (siehe unten) sind zum Teil interessant, bedienen aber eine eher enge Zielgruppe. Das nächste Finanz-Unicorn wird eher nicht dabei sein.

Im Konferenzprogramm finden sich unter dem Stichwort Fintech diese Sessions:

Im Groben sind das die Agendenpunkte, die wir auch auf anderen Konferenzen diskutieren. Es wird interessant zu hören sein, ob sich auf einer globalen Digitalkonferenz neue Aspekte  zu diesen Fragestellungen ergeben.

Die Session “The Future of Banking is Already Here: Fintegration” weist in die Richtung, die einen SXSW-Besuch aus Fintech-Sicht spannend macht: Fintech in dem Sinne, dass technologiegetriebene Startups digitale und mobile optimierte Banking-Angebote entwickeln oder sich als innovative B2B-Anbieter für Finanzdienstleister positionieren, wird so bald der Vergangenheit angehören. Fintech im künftigen Sinne sorgt dafür, dass sich Banking-Prozesse als (Micro-) Services gestalten werden, die sich direkt in die digitalen Lebenskontexte integrieren lassen, die zum Teil gerade entstehen: Zum Beispiel als Kreditmodule beim Kauf von Autos oder Reisen, als Zahlungsprozesse auf Sharing-Plattformen, Peer-to-Peer-Handelsplattformen oder im traditionellen Einzelhandel, als Module für spontane oder ereignisgetriggerte Anlage- und Sparprozesse.

Genau diese neuen digitalen Lebenskontexte sind das große, übergreifende Thema in Austin. Für den, der herausfinden möchte, in welchen Prozessen Banking künftig eine Rolle spielt, werden zumindest die fünf Interactive-Tage eine lohnende Investition sein. Darüber hinaus benötigen „Fintech-Aktivisten“ einen breiten Überblick über zukünftige Techniken und ihre Anwendung – auch dafür ist Austin während der SXSW der richtige Platz. Spaß macht die SXSW übrigens auch.

Sutor Bank auf der SXSW

Die Startups in Accelerator Pitch Payment und Fintech-Technologie

AssetVault
London, UK

AssetVault hilft Kunden, ihre physischen und digitalen Assets in einem sicheren Register zu katalogisieren, ihre Entwicklung zu überwachen und sie durch die richtigen Versicherungen zu schützen.

CNote
Oakland, Kalifornien

CNote verhilft nach eigenen Angaben zu einer 40-mal besseren Rendite bei gleichzeitigem 100%igem sozialem Impact.

Envudu
Springville, Utah

Vorurteile sind schwer abzulegen. Aber was, wenn unsere Vorurteile für statt gegen uns arbeiten? Envudu bietet einen „Mind Hack“, der die Art und Weise, wie wir unser Geld managen, von Grund auf ändert.

Hip Pocket
Lincoln, Nebraska

Hip Pockets Fintech-App Hip Money hilft Kunden, mehr zu sparen und Schulden durch Vorauszahlungen zu vermeiden, alles mit einem einfach Wisch auf dem Telefon.

Kickfurther
Boulder, Colorado

Kickfurther ist die erste Kommissionsplattform, die neue Marken und Kunden zusammenbringt.

 

This entry was posted in Fachartikel, News. Bookmark the permalink.